@ Starwind
starwind sagte am 24 Jan 2010, 18:37:
Wenn diese Methode, wie Du schreibst, noch zusätzliche Parameter enthält, so kann ich dazu nichts sinnvolles sagen, da ich diese nicht kenne.
Ich arbeite mich erst durch diese Masse an Themen durch. Über Ullrich ist recht viel hier im Forum geschrieben worden. Nur das es sich verteilt und mal gesammelt werden müsste. In einem Thema, das Paroli verfasst hat, steht beispielsweise
Nachtfalke sagte am 28 Apr 2007, 18:57:
Mit der möglichst weit gefächerten Verschlüsselung des Reallaufs erleichtert sich der den Lauf Protokollierende das Erkennen eines Extremlaufs. Je mehr Verschlüsselungen der Lauf unterliegt, desto größer ist die Chance, auf einen solchen Extremlauf zu stoßen. Ohne das synthetische Zerlegen wäre dies nicht der Fall (da der Spieler alle synthetischen Stränge der Aufschlüsselung geistig ansonsten gar nicht erfassen und verarbeiten könnte!!). Hätte er sich mit dem Reallauf begnügt (begrenzt auf die reallaufbezogenen Annoncen), zögen die Wartezeiten bis zu einem Extremlauf sich derart in die Länge, dass es psychisch für die meisten Spieler nicht zu verkraften wäre. Dieser auf einen Extremlauf ausgerichtete Effekt ist ja nun unstrittig mathematisch nachweisbar. Allein meine eigenen Erfahrungen weisen fast ausschliesslich Gewinne aus.
Auch mit der auf möglichst viele Mitspieler bezogenen Beobachtung derer Erfolgsquoten erleichtert sich der den Gewinn- und Verlustverlauf im Spiel anderer Spieler Protokollierende das Erkennen eines Extremlaufs. Je mehr Mitspieler im Saal er beobachtet, desto größer ist die Chance, auf einen solchen Extremlauf zu stoßen. Ohne die Beobachtung der anderen Spieler wäre dies nicht der Fall (da der Spieler beispielsweise die Gründe für deren Satzverhalten gar nicht zu kennen braucht!!). Hätte er sich mit seinem eigenen Spiel begnügt (begrenzt auf seine eigene Strategie), zögen die Wartezeiten bis zu einem Extremlauf sich derart in die Länge, dass es psychisch für die meisten Spieler nicht zu verkraften wäre. Auch dieser auf einen Extremlauf ausgerichtete Effekt ist ebenfalls unstrittig mathematisch nachweisbar. Meine zeitweise Umsetzung des Ullrichprinzips und die existierenden Aufzeichnungen des Spiels von Ullrich im Casino Baden weisen ebenfalls fast ausschliesslich Gewinne aus.
Man kann davon ausgehen, dass das Spiel auf Extremläufe dem Spieler einen hohen(!) prozentualen Vorteil gegenüber der Bank verschafft, wobei ich anmerken möchte, dass mir in der von Dir, Paroli, angeführten Art der Stellung gegen die des verlierenden Spielers missfällt, dass Ullrich ausschliesslich gegen Verlierer gesetzt hat (Konträrpriorität). Es gibt aber meiner Erachtens weder spieltechnisch, noch mathematisch einen Grund gegen eine synchrone Stellung mit der eines Gewinners (Komplementärpriorität). Auch hier verdoppelt sich die Chance auf eine Annonce, indem sowohl für Stellungen gegen Verlierer, als auch für Stellungen mit Gewinnern im Saal alle(!) Extremverläufe der Spieler in ihrer Gesamtheit beobachtet werden.
Grundsätzlich ist nicht entscheidend, ob ein Extremlauf sich zu Gunsten oder Ungunsten eines beobachteten Spielers entwickelt.
Grundsätzlich ist nicht entscheidend, auf welchem der synthetischen Stränge sich ein Extremlauf abzeichnet.
Es ist völlig logisch, dass Ullrich sich nicht irgendwelche Pechvögel herausgesucht und gegen die gespielt hat. Da hast du nätürlich recht, weil eine Strähne genausogut weiterlaufen kann wie sie auch jäh aufhören kann.
Aber Ullrich spielte nicht gegen Pechvögel! Der filterte Permanenzen heraus, die er dem Kessellauf gegenüberstellte und auch die Faktoren, die dazu führen. Nichts anderes macht Paroli mit seinen Persönlichen Permanenzen. Die sehen aus wie ein willkürliches Spaßspiel. Aber dahinter steckt wohl auch die Gegenüberstellung zweier Verläufe. Die des Kessels und die des Spielers. Die Entstehung des einen liegt ausschliesslich in der Kesselballistik. Die des anderen in der Willkür. Hier sehe ich einen der Brückenköpfe zwischen Tableau und Kessel, über die Nostradamus immer schreibt. Was der Kessel produziert macht sich auf dem Tableau bemerkbar. Irgendwie bemerkbar. Nicht umgekehrt. Der Spieler kann setzen was er will, das wird den Kessellauf nicht beeinflussen. Aber es beeinflusst wohl den Ablauf der ballistischen Vorgänge. Weil der Croupier auf das Spielverhalten der Spieler reagiert. Denn von den Spielern ist das nachfolgende Abdrehen des Kessels abhängig. Nicht nur vom Croupier und der Kesselphysik. Das steht in unmittelbarem Zusammenhang und ist nicht trennbar.
Paroli geht davon aus, dass bei der Gegenüberstellung gewisse Merkmale des Spielers (Merkmale von sich selbst) den ballistischen Vorgängen entgegengestellt werden. Ullrich zeichnete sie auf und verglich sie (Fremdspielermerkmale).
Du sagst, du kennst die Aufzeichnungen von Ullrich nicht näher. Ich kenne sie. Entscheidend war für Ullrich
keinesfalls, dass ein Spieler
Pech hatte. Das wäre Zufall. Desinformation. Ullrich aber war ein physikalisch orientierter Spieler! Er ging vom Gegenteil aus. Er entschlüsselte diese Desinformation. Das wurde von der Masse der Spieler bedauerlicherweise als Spiel gegen Pechvögel ausgelegt.
Hinter jeder Strähne eines Spielers steckt ein ballistischer Grund
und ein Grund der Spielerwillkür. Ullrich ging nicht von der Entschlüsselung der Ursache aus, sondern von der Entschlüsselung des Resultats. Aber er wartete nicht bis ein Spieler "Pech" hatte und setzte dann. Das steht nicht in seinen Aufzeichnungen. Er beobachtete nämlich nur starre Spielweisen! Sonst funktioniert das ganze nämich nicht. Die Starrheit eines Spiels und die damit verbundene Starrsinnigkeit eines Verlierers war das Geheimnis seines Erfolgs. An ihr wertete er die Schere zwischen ballistischen Ergebnissen und Spielerergebnissen. Dazu müssen bestimmte kesselballistische Voraussetzungen vorhanden sein (Gleichmäßigkeiten) und Merkmale des Fremdspielers (beispw. Starres Spiel mit laufendem Verlust).
Bezeichnend für die Klarheit seines Vorgehens geht aus Ullrichs Aufzeichnungen hervor, dass er den Kessel weiterbespielte, nachdem der Fremdspieler mit Verlust oft bereits gegangen war. Das zeigt, dass die weiterlaufende Kesselpermanenz einen dominierenden Stellenwert hatte und nicht das "Pech" eines Spielers. Pech war für Ullrich nichts anderes als das Spiel eines Spielers wider besseren Wissens, was ein Kessel im Moment des Setzens laufend produziert. Die ballistischen Ursachen, weshalb die Kugel im Kessel etwas produziert, brauchten ihn nicht zu interessieren, weil die Methode Ullrich sich an den Resultaten orientiert. Die wenigen Spieler, die das begriffen haben und heute noch spielen, sprechen bezeichnenderweise vom
Ullrich-Prinzip, der einzigen Setzweise, die als "Prinzip" Einzug in der Roulettesprache gefunden hat.
Das sind in Kurzform die Grundlagen des Ullrichspiels, Starwind. Ich habe das früher lange erfolgreich gespielt, spiele es aber heute nicht mehr. Wer die Zeit hat, sich intensiv damit zu beschäftigen und wer langfristig gewinnen will, dem kann ich diese Spielweise wärmstens und dringend empfehlen!! Es ist mit das Beste, was Roulette zu bieten hat.
Joschi
Bearbeitet von Super-Joschi, 27 January 2010 - 04:08.