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Casino werden geschlossen


24 Antworten in diesem Thema

#1 easyflip

    Glücksspieler

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Geschrieben 19 June 2009 - 13:02

http://www.spiegel.d...ke-43539-2.html

Warum wohl ?

easyflip

#2 Café

    Forscher

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Geschrieben 19 June 2009 - 16:41

Beitrag anzeigeneasyflip sagte am 19 Jun 2009, 14:02:

Hallo easyflip,

es gibt noch eine Neuigkeit!

Nicht nur die russischen machen dicht, sondern auch die ukrainischen Casinos.

Unter Ukraine-Nachrichten kann man das nachlesen.

Und zwar mit einer Plötzlichkeit, dass alle geschockt sind.

Lerne: in dieser Weltwirtschaftskrise machen nicht die Börsen oder die Geschäftsbanken zu, sondern die Investmentbanken.

Dies ist umso auffälliger, als dass es zwischen Russland und der Ukraine Spannungen gibt. Eigentlich hätte man vermuten können, dass sich die Ukraine anders als Russland verhält - aber nichts da, in Eiltempo wird das Bruderland so nachgeahmt, als ob die Sowjetunion nie auseinandergebrochen wäre!

Café :hut2:

#3 lordfriedrich

    Systemspieler

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Geschrieben 29 June 2009 - 17:00

Interessante Sache.
Aber warum machen die das???
Dadurch hat doch der Staat vermutlich enorme Einkommenseinbußen?
Ist das Glückspiel in Russland bisher staatlich gewesen (vielleicht auch mit Lizenzvergabe für Private) oder komplett privat?

Wollen sie der Mafia zum Teil Möglichkeiten zum Geldwaschen entziehen?

#4 €casinoterror€

    Mitstreiter

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Geschrieben 29 June 2009 - 18:18

"Glücksspiel soll dann nur noch in vier weit entfernten Sonderzonen in der Provinz erlaubt sein"

wo soll denn das dann bitte sein?!
und vorallem wieso ist es dann in diesen "Sonderzonen" erlaubt und in z.b. Moskau nicht mehr??!!

Das mit den Einkommensbußen beim Staat stimmt natürlich auch! Ich frage mich wirklich was der tiefere Sinn dieser Massenschließungen von Russlands Kasinos ist!

wäre heute der 1.April wär es echt ein geiler Aprilscherz gewesen :schuettel::lachen:

mfg;)
casinoterror

#5 brennos

    Forscher

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Geschrieben 29 June 2009 - 19:30

Zitat

Das mit den Einkommensbußen beim Staat stimmt natürlich auch! Ich frage mich wirklich was der tiefere Sinn dieser Massenschließungen von Russlands Kasinos ist!

Die Putin Klicke ist wohl an den Casinos noch nicht beteiligt.

Gruß
Brennos

#6 lordfriedrich

    Systemspieler

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Geschrieben 29 June 2009 - 19:51

Siehe meinen obigen Beitrag.
Darin hab ich gefragt, wem heute die Casinos in Russland (und der Ukraine) gehören.

Folgende Theorie:
Die Casinos gehören privaten Gruppierungen.
Der Staat erlässt jetzt ein Glückspielverbot.
Deshalb werden die bestehenden Casinos und Spielhallen geschlossen.
Die privaten gehen leer aus - quasi Unternehmerrisiko oder so.

Nun kommen diese "Sonderzonen", in denen das Glückspiel erlaubt ist.
Dort kontrolliert der Staat und dort gehören dem Staat die Casinos...

#7 €casinoterror€

    Mitstreiter

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Geschrieben 29 June 2009 - 20:25

Hmm
klingt ja einleuchtend, aber ich verstehe nicht wieso der Staat gerade jetz mit der Schließung beginnt... nur weil er dadurch dann mehr Einkommen verbuchen kann?
Ich blick da iwie nicht durch.
Also wenn alles private Unternehmen sind und nicht dem Staat gehören, dann ist da ja scho fast ein Skandal, dass er den Casinobetreibern den "Lebensunterhalt" wegnimmt. Nur damit man in gesonderten Zonen casinos eröffnen kann...
Diese Aktion müsste doch auf heftigen Widerstand, der Spieler treffen... Hat jemand in der Richtung schon etwas gehört?

Die Frage muss ich mir jetzt leider stellen, da ich noch nicht lange die casinowelt beehre: Kann uns in Deutschland gleiches passieren?

mfg;)
casinoterror

#8 sachse

    Hai-Roller

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Geschrieben 29 June 2009 - 21:11

Beitrag anzeigen€casinoterror€ sagte am 29 Jun 2009, 19:18:

Das mit den Einkommensbußen beim Staat stimmt natürlich auch! Ich frage mich wirklich
was der tiefere Sinn dieser Massenschließungen von Russlands Kasinos ist!
Vermutlich ist es einfach so, dass die hemmungslose Spielsucht ein ebensolches Problem darstellt,
wie die unglaubliche Sauferei(jeder 2. männliche Russe unter 50 Jahren stirbt durch Alkohol).
Russen können in diesen beiden Disziplinen furchtbar hemmungslos sein.
Der Gedanke, nur einige Sonderzonen - wie z.B. im heruntergewirtschafteten Kaliningrad(Königsberg)
zuzulassen, würde den täglichen Zugriff auf exzessives Spiel unterbinden.
Es wären immer noch private Unternehmen ohne besonderen Einfluss des Staates.
(Was sind die gesammelten russischen Glücksspielprofite gegen Gas, Öl und Ähnliches?)
Eher geht es um Kriminalität im Umfeld, Steuerbetrug und Geldwäsche.
Für das Gelingen und die Richtigkeit dieser Idee spricht folgendes Beispiel:
Im reichen Hongkong war Glücksspielverbot und die Leute mussten erst einmal eine gute Stunde mit der
Fähre nach Macau fahren. Ähnlich war es in Singapur mit 400km Flug nach Genting Highland in Malaysia.
Dieses Modell bewährt sich auch heute, indem die mittlerweile an "Rotchina" zurück gegebene Kolonie
Macau immer noch das einzige legale Glücksspiel in ganz China anbieten darf.
Wer weiß, dass die Asiaten - und Chinesen besonders - die verrücktesten und leidenschaftlichsten Zocker
sind, begreift, dass da Regularien greifen müssen.
Also, ich denke, hinter den Maßnahmen in Russland werden ähnliche Überlegungen stecken.
In den USA sah man es 50 Jahre lang auch so(Las Vegas, Reno und Atlantic City), bis ein kluges Kerlchen
bemerkte, dass die Indianer in ihren Reservaten nicht nur steuerfreie Zigaretten verkaufen dürfen,
sondern auch berechtigt sind, Glücksspiele anzubieten.

sachse
P.S. Die Ankündigung und das Datum der Schließung gab de russische Regierung bereits vor über einem Jahr bekannt.

Bearbeitet von sachse, 29 June 2009 - 21:12.


#9 beno45

    Analytiker

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Geschrieben 29 June 2009 - 21:38

Beitrag anzeigenlordfriedrich sagte am 29 Jun 2009, 18:00:

Interessante Sache.
Aber warum machen die das???
Dadurch hat doch der Staat vermutlich enorme Einkommenseinbußen?
Ist das Glückspiel in Russland bisher staatlich gewesen (vielleicht auch mit Lizenzvergabe für Private) oder komplett privat?

@lordfriedrich

Ich bin nicht 100% sicher fur alle Casino aber sind ganz weniege in Ost Europa welche nicht von Casino Austria sind und

die nemmen Sahne und fur andere Jogurt lassen.

Die unsehre arme Katholische Kirche macht alles fur Lizenz und alles anderes und haben nuhr 6 % von Neto Gewin :schuettel:

Gruss

beno45 :lachen:

#10 easyflip

    Glücksspieler

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Geschrieben 30 June 2009 - 06:03

http://www.spiegel.d...,630992,00.html


Dieser Artikel beantwortet einiges !

Easyflip

#11 hermann

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Geschrieben 30 June 2009 - 13:07

moin erstmal,

heute ein Bericht zum Thema bei t-online.
Die Russen kommen... und wollen scheinbar in Deutschland mit Casinos Fuß fassen.

Textkopie

Kreml stoppt russisches Roulette
Erschienen am 30. Juni 2009 | Von Stefan Voß, dpa

Russlands Sonderpolizei OMON kennt sich bestens aus im Anti-Terror-Kampf und dem Niederknüppeln von Demonstranten. Für die Maskenmänner in Schwarz steht in dieser Woche ein ungewöhnlicher Einsatz auf dem Plan, der sie in die Spielcasinos führt. Der Weg in die Samt- und Glitzerwelt wird aber kein Betriebsausflug. Die OMON-Leute sollen die per Gesetz zum 1. Juli angeordnete Schließung aller Glücksspiel-Etablissements sicherstellen.

Weit vor dem Ende des Roulettes in Russland haben die Glücksspiel-Bosse andere Märkte ins Visier genommen - einer davon ist Deutschland.


Spielsucht kommt gleich nach Alkoholmissbrauch
Der gesellschaftliche Schaden in Russland durch die Spielsucht werde nur noch vom Alkohol-Missbrauch übertroffen, wetterte Regierungschef Wladimir Putin. Noch als Präsident hatte Putin Ende 2006 ein landesweites Glücksspiel-Verbot erwirkt. Einzige Ausnahme stellen vier Sonderzonen am Rande des Riesenreiches nach dem Vorbild von Las Vegas dar. An den ausgewählten Orten an der Ostsee, am Asowschen Meer, im Altai-Gebirge und an der Pazifikküste tut sich bislang aber wenig. Wie bei anderen Gesetzesvorhaben auch glaubten viele Betroffene bis zuletzt, dass das Verbot doch noch umgangen werden könne.

Croupiers müssen sich neuen Job suchen
"Noch vor einem Monat habe ich mir nicht vorstellen können, dass ich arbeitslos werde", sagte die 23-jährige Maria der Zeitschrift "Nowoje Wremja". Nun muss sich die junge Frau, die als Croupier auf Moskaus Glitzermeile Neuer Arbat arbeitete, wie zehntausende andere Glücksspiel-Mitarbeiter in Moskau mitten in der Krise nach einer neuen Beschäftigung umschauen.

Weitere aktuelle NachrichtenMit dem Newsticker immer informiert
Lichter aus
Auf der Präsidentenroute zum Kreml flackerten noch vor kurzem Tag und Nacht unzählige bunte Glühbirnen an gleich fünf Casino-Fassaden. Doch nun sind am Neuen Arbat die Lichter ausgegangen und die als Hauptgewinn präsentierten Sportwagen mitsamt der Podeste verschwunden. Der Rest der insgesamt 29 Casinos in Europas größter Stadt muss ebenfalls die Roulette-Tische abbauen und die Automaten für immer ausschalten.

Automaten am lukrativsten
Mit dem Wirtschaftsboom hatte in den vergangenen Jahren auch das Glücksspiel in Russland gebrummt. Zuletzt setzte die reichlich verfilzte Branche nach Einschätzung von Experten mehr als vier Milliarden Euro im Jahr um. Das größte Geschäft machte die Glücksspiel-Industrie mit den Automaten. Selbst jenseits des Polarkreises und am Ende Sibiriens zogen einarmige Banditen den Menschen die Rubel aus der Tasche.

Neue "Glücksspiel-Ghettos" stoßen auf Ablehnung
Im Gegensatz zur Hauptstadt lässt man sich in den Regionen mit dem "Rien ne va plus" (Nichts geht mehr) noch Zeit. In der Teilrepublik Komi, 1000 Kilometer nordöstlich von Moskau, waren kurz vor Toresschluss Ende Juni noch alle angemeldeten Roulette-Tische im Einsatz. Von den neuen "Glücksspiel-Ghettos" hält man dort nichts. "Niemand geht in die Sonderzonen, solange der Staat dort keine Infrastruktur schafft. Das einzige, was einen Aufschwung erleben wird, ist das illegale Glücksspiel", sagte ein Spielhallenbetreiber der Agentur Interfax.

Ein Klassiker: Dostojewskis "Spieler"
Wer also in Zukunft in Russland wissen möchte, wie es in einem echten Casino zugeht, muss wieder zum Klassiker greifen. Fjodor Dostojewski beschrieb vor knapp 150 Jahren in seinem Roman "Der Spieler" das Treiben an den Spieltischen in der fiktiven deutschen Stadt Roulettenburg.

Russische Glücksspiel-Bosse haben Deutschland im Visier
In realen Orten wie Bad Segeberg, Erkelenz und Osnabrück eröffneten dagegen kürzlich Automaten-Casinos von Vulkan Stern. Das Unternehmen gehört der russischen Ritzio Holding, nach eigenen Angaben internationaler Marktführer der Spiel- und Unterhaltungsbranche. Weil das Glücksspiel in der Heimat auf Null gestellte wurde, verschaffte sich die Holding für 140 Millionen Euro ein neues Standbein in gleich mehreren europäischen Staaten.


Sorry hatte versehendlich internen Link eingestellt. Deshalb hier der kopierte Text. Hoffe dies ist statthaft

Gruß
hermann

Bearbeitet von hermann, 30 June 2009 - 13:22.


#12 Fritzl

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Geschrieben 30 June 2009 - 19:23

Hallo @all,

Glücksspiel nur noch in Sonderzonen

Aus fürs russische Roulette

Bei Dostojewski stand der Spieler stellvertretend für die russische Seele. Nun macht die russische Regierung Ernst gegen das Glücksspiel: Ab dem 1. Juli sind Roulette, Blackjack und Spielautomaten im ganzen Land verboten und dürfen nur noch in vier Sonderzonen betrieben werden. Doch in diesen "Las Vegas' des Ostens" hat noch nicht einmal der Bau geeigneter Casinos begonnen. Viele Russen befürchten nun eine Kriminalisierung des Glücksspiels.

Von Esther Hartbrich-Albring, ARD-Hörfunkstudio Moskau

Nur noch bis Mitternacht sind die Spielautomaten in Betrieb - zum Beispiel im Moskauer Casino de Paris, einem der größten Casinos Europas mit fast 500 Automaten, mit Poker- und Roulettetischen. Es gehört der russischen Firma Korston, die auch das angeschlossene Hotel mit 380 Zimmern betreibt.

Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild [Bildunterschrift: Das Moskauer Korona-Casino. Die Zukunft der Angestellten ist ungewiss. ]
Punkt Null Uhr endet der Spielbetrieb endgültig. Firmenvertreter Hans Stohs verspricht: "Es wird bis zum Schluss gespielt. Um zwölf Uhr wird der Stecker gezogen und es gibt keinen Strom mehr zu den Automaten. Das Spiel ist aus." An wen die Automaten verkauft werden können, was aus dem Gebäude wird - ob Konferenzsaal, Musical-Halle oder Golf-Übungsplatz - das weiß man noch nicht.

200.000 Beschäftigte betroffen


Bis zum Schluss hatten die Eigentümer der Firma Korston wie die anderen Branchenvertreter gehofft, das Inkrafttreten des Gesetzes verhindern zu können. Aber vergeblich. Selbst das Angebot, freiwillig mehr Steuern zu zahlen, nutzte nichts. Schätzungsweise 200.000 Beschäftigte der russischen Glückspielbranche und angeschlossener Restaurants und Hotels müssen sich neue Arbeit suchen.

Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild [Bildunterschrift: Geschlossen! Eingang zu einem Casino in Moskau ]
Vier gesetzlich erlaubte Sonder-Glücksspielzonen sind in der Nähe von Kaliningrad, am Asowschen Meer, im Altaigebirge und im Fernen Osten, in der Region Primorje, geplant. Der für die Lizenzvergabe in dieser Region zuständige Abteilungsleiter Stanislaw Kostetskij sagt: "Die Glückspielzone in unserer Region wird funktionieren, sobald die ersten Bauten stehen. Aber wenn wir berücksichtigen, dass der Bau noch nicht angefangen hat, wird es noch Zeit brauchen."

"Spielzone bedeutet Mafia und Verbrechen"

Eine geplante Zone soll etwa 50 Kilometer nordöstlich von Wladiwostok entstehen, in der Ameisenbucht oder am benachbarten Kap der Schildkröten. Noch baden hier an schönen Tagen Erholungssuchende, Kinder buddeln am Strand. Besucher Sascha etwa hält gar nichts davon, hier Spielhallen, Restaurants und Hotels zu bauen. "Eine Spielzone wie Las Vegas bedeutet Mafia und Verbrechen. Außerdem, hier wird gar nicht gebaut, hier wird man nie spielen können. Man braucht eine Infrastruktur wie in Las Vegas. Hier ist doch nur Natur, das ist ein Erholungsgebiet."

Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild [Bildunterschrift: Croupier in einem Moskauer Casino. Seine Arbeit gibt es künftig nur in Sonderzonen - irgendwann. ]
Die Glücksspielzonen benötigen Straßen, Hotels, Parkplätze, Strom - davon ist an drei Orten noch nicht einmal ein Anfang zu sehen. Auch das künftige Las Vegas am Asowschen Meer ist noch lange nicht betriebsbereit. Die Zeitung Kommersant macht sich darüber mit einem Foto lustig. Im Wald an einem See steht einsam ein Zelt mit russischer Nationalfahne und der Aufschrift "Kasino".

Pokern im Sportclub


Die russische Glücksspiel-Branche, die Milliarden Umsatz machte, sucht verzweifelt nach Schlupflöchern. In Pokerclubs wird das Pokern als Sport betrieben. Lotterieautomaten werden aufgestellt, denn Lotterie ist erlaubt. Glücksspiele werden zunehmend über das Internet angeboten. Alle Kritiker des Gesetzes befürchten aber vor allem: dass künftig in Kellern und Hinterzimmern illegale Spielhöllen entstehen.

Info: Tagesschau.de / 30.06.09


Gruß Fritzl

Bearbeitet von Fritzl, 30 June 2009 - 19:26.


#13 Fritzl

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Geschrieben 16 July 2009 - 02:58

Hallo @all,

Billige Zockerei statt Casino-Flair


NRZ 14.07.2009, Maike Jansen, Dirk Berger

Eingefügtes Bild

Hohensyburg, einst das Spielbank-Flaggschiff, verfällt zunehmend. Immer mehr Spieler versuchen ihr Glück in Duisburg

An Rhein und Ruhr.

Mitarbeiterinnen in Krankenschwesterkostümen, die Gästen Wackelpudding in den Mund spritzen: So präsentierte sich das Dortmunder Casino Hohensyburg zuletzt. In dem ehemaligen Flaggschiff der deutschen Glücksspielbetriebe werden heute Ein-Euro-Partys gefeiert.

Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild Das Casino Hohensyburg

Bei billigen Snacks und Getränken kann auch schon mit kleinem Geld gezockt werden, ein Michael Jackson-Imitator führt zwischen den Spieltischen einen Moonwalk auf - das Casino ist zum Partytempel verkommen.

Hohensyburg steckt tief in der Krise

„Die Ein-Euro-Partys zählen zu den Standard-Events in unseren Häusern", verteidigt Katrin Koch, Sprecherin des Casino-Betreibers Westspiel, die neuen Veranstaltungen, Besucher sollten ein möglichst abwechslungsreiches Programm geboten bekommen.
Doch auch Koch bestreitet nicht: Das Dortmunder Casino steckt tief in der Krise. Um rund 20 Prozent brachen die Spielerträge im klassischen Spiel im vergangenen Jahr ein, die Automaten brachten ein Viertel weniger Umsatz als noch 2007. Die Gästezahlen gingen um 16 Prozent zurück.

Eingefügtes Bild Eingefügtes Bild Das City-Palais, das das Duisburger Casino berherbergt.

Doch während Westspiel-Sprecherin Koch den Rückgang vor allem auf das neue Rauchverbot, den Glücksspielstaatsvertrag und natürlich die allgemeine Wirtschaftskrise zurückführt, sehen Kritiker im Niedergang der Hohensyburg vor allem ein hausgemachtes Problem: „Westspiel baut das neue Casino in Duisburg konsequent zum neuen Flaggschiff der Gruppe auf - zu Lasten von Dortmund und den anderen Häusern", sagt Andreas Elbracht von Verdi, der seit einigen Monaten schon um mehr Geld für die Dortmunder Casino-Mitarbeiter kämpft.
Für die Duisburger Croupiers verhandelt er nicht – sie haben überhaupt keinen Tarifvertrag. „Als das Casino 2007 gegründet wurde, hat man sie bewusst aus dem Rest der Gruppe ausgenommen", glaubt Elbracht. Kein Tarifvertrag und kein Betriebsrat, das spart Geld und Ärger.

60 bis 80 Mitarbeitern droht die Kündigung

Hintergrund Der Betreiber Westspiel Vier Casinos unterhält Westspiel als staatlicher Glücksspielbetreiber in Nordrhein-Westfalen, neben den Häusern in Duisburg und Dortmund gibt es Casinos in Aachen und Bad Oeynhausen. Das Unternehmen ist eine 100%ige Tochter der NRW-Bank. Insgesamt beschäftigt Westspiel in den vier Casinos 813 Mitarbeiter. 2008 besuchten 1,2 Millionen Gäste die Spielstätten. Publikumsmagnet war dabei das Casino Duisburg, das knapp 530 000 Besucher anlockte. Ins ehemalige Flaggschiff Hohensyburg kamen noch 437 000 Gäste – 16% weniger als im Vorjahr. Der Bruttospielertrag aller Häuser betrug im vergangenen Jahr 130 Mio Euro, davon spielten Duisburg rund 56 Millionen und Dortmund 45 Millionen Euro ein.
Der regt sich dafür zunehmend in den Nachbarhäusern: Nach den ersten Ein-Euro-Partys schickten Mitarbeiter und Betriebsräte einen empörten Brief ans Ministerium. Doch seit Zahlen kursieren, nach denen 60 bis 80 der 255 Mitarbeiter in Zukunft nicht mehr benötigt werden, ist dieser Protest stiller geworden.
Acht Saalchefs mussten bereits im November gehen. Mit der Begründung, man wolle Hierarchien abbauen, sollten sie zunächst auf schlechter dotierte Ersatzarbeitsplätze versetzt werden - dann war von Kündigung die Rede.
Ein Vorgehen, das aus Elbrachts Sicht einem klaren Ziel folgt: Das klassische Glücksspiel soll in Zukunft ganz von Dortmund nach Duisburg verlagert werden. „Die Hohensyburg soll ein reiner Poker-Tempel werden", glaubt der Gewerkschafter.
Schon heute finden hier regelmäßig große Turniere statt, anders als in Duisburg, wo nur an festen Tischen gepokert wird. Zwar herrscht auch dort längst nicht mehr ein edles Casino-Flair: 354 Automatenplätze stehen 90 Spieltischen entgegen (Las Vegas lässt grüßen). Doch hier gewinnt noch immer die Bank, nicht einer der Mitspieler. Die Westspiel-Sprecherin sieht hinter diesem Umstand aber keine Strategie: „Das Pokerspiel hat in der gesamten Glücksspielbranche enorm an Bedeutung gewonnen und wird wohl auch künftig eine große Rolle spielen."

Das Casino Duisburg ist für sie nicht das Lieblingskind der Besitzer - sondern das der Gäste: „Duisburg ist neu und günstig gelegen, gerade für Besucher aus Holland." So sitzen auf der Hohensyburg die Verlierer längst nicht mehr nur vor den Tischen. Sondern auch dahinter.

Info : DerWesten


Gruß Fritzl

Bearbeitet von Fritzl, 16 July 2009 - 03:48.


#14 Fritzl

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Geschrieben 16 July 2009 - 03:41

Hallo @all,

Putin will Schlupflöcher für Spielhöllen verschliessen

Moskau:

Der russische Regierungschef Wladimir Putin will verhindern, dass auch nach dem Glückspielverbot in Russland Spielhöllen unter anderem Namen weiterfunktionieren. "Wir müssen überlegen, wie wir diese Schlupflöcher schliessen", sagte Putin.
Es gebe verschiedene Versuche, das Glückspielgeschäft in "maskierter" Form weiterzuführen, sagte Putin, obwohl seit dem 1.Juli in ganz Russland Glückspiel verboten ist.
Erlaubt sein sollen Kasinos, Pokerhallen, einarmige Banditen und sonstige Glückspieleinrichtungen nur noch in vier Sonderzonen in Russland, die im Gebiet Kaliningrad,im Fernen Osten bei Wladiwostok, im Altai-Gebirge und an der Grenze zwischen dem Gebiet Rostow und dem Gebiet Krasnodar eingerichtet werden sollen.
Obwohl das entsprechende Gesetz bereits drei Jahre alt ist, ist in den neuen Glückspielzonen noch kein einziges Casino gebaut worden, offensichtlich in der Hoffnung, das Verbot auch anders umgehen zu können.
Kasinos und Glückspielsäle waren bisher die bequemsten Geldwaschanlagen und machten Milliardenumsätze.
Ein Weg, das Verbot zu umgehen, sei es, sagte Putin, Poker-Wettbewerbe als Sportveranstaltungen zu tarnen. Es werde in Kürze eine entsprechende Verordnung des Sportministeriums geben, mit der das untersagt werden soll.

Einarmige Banditen wurden in "Lottoautomaten" umgetauft, Spielhallen in "Internetklubs"

Tatsächlich haben in vielen russischen Städten die Spielhallen zum Teil nur die Aushängeschilder geändert. In vielen neuen " Internetclubs " sind Batterien von "Lottoautomaten" installiert, ohne dass die örtlichen Behörden dagegen vorgehen.
Der Himmel ist hoch, der Zar ist weit.

Info: mig/.rufo/Moskau
Dienstag, 14.07.2009


Gruß Fritzl

Bearbeitet von Fritzl, 16 July 2009 - 03:48.


#15 lordfriedrich

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Geschrieben 16 July 2009 - 07:31

Hallo Fritzl,

danke für die neuen Infos.

Aber ich frag mich ja schon ein wenig, seit wann Hohensyburg in Russland is... :werweiss:





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