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Der Zufall - eine Glaubensfrage ?


1421 Antworten in diesem Thema

#1291 Michi O

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Geschrieben 11 June 2010 - 10:38

Beitrag anzeigensachse sagte am 11 Jun 2010, 11:27:

Wenn die Kugel einen Drall nach außen hat
1. Kann die Kugel denn nach sovielen Umdreheungen im Kessel überhaupt noch einen Drall haben?

#1292 sachse

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Geschrieben 11 June 2010 - 10:56

Ja aber jetzt muss ich los.

sachse

#1293 rennschnecke

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Geschrieben 11 June 2010 - 17:45

Beitrag anzeigenMichi O sagte am 11 Jun 2010, 11:38:

1. Kann die Kugel denn nach sovielen Umdreheungen im Kessel überhaupt noch einen Drall haben?

Nö, nach 10 Runden sagt die sich, das reicht und hört abrupt auf, sich zu drehen! :biglaugh:

#1294 Michi O

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Geschrieben 11 June 2010 - 18:27

Beitrag anzeigenMichi O sagte am 11 Jun 2010, 11:38:

1. Kann die Kugel denn nach sovielen Umdreheungen im Kessel überhaupt noch einen Drall haben?

Beitrag anzeigensachse sagte am 11 Jun 2010, 11:56:

Ja aber jetzt muss ich los.

sachse
an Sachse:
(zu 1.)
Wenn also der Croupier die Kugel so richtig zwischen den Fingrn zwirbelt hat die immer noch einen Drall nach sechs sieben Umdrehungen im Kessel?
Kann ich kaum glauben.

Ich spiele Billard. Beim Billard ist das zwar so, aber die Trägheit der Masse wirkt sich durch die Schwere der Kugel ganz anders aus. Die Roulettekugel dagegen ist leicht und legt im Verhältnis zum Kugelumfang der Billardkugel eine viel längere Strecke zurück. Dabei müsste sich die axiale Drehung und der Winkel der antiaxialen Drehung zur Achse proportional zur Anzahl der Umdrehungen in der Rollrichtung abbauen. Kann man mit Funktionsrechnungen recht genau ausrechnen. Beim Billard spricht man von Zug und Stopeffets, die die Energie in richtungsbeeinflussender Kraft von der Anspielkugel auf die Kontaktkugel überträgt. Dabei ist also entscheidend, welche Strecke die angespielte Kugel bis zur Kontaktkugel auf dem Filz überbrückt und wieviel Reibung sich auf sie überträgt. Berücksichtigt man den Umfang der Kugel auf dem Billardtisch und den der Kugel im Roulettekessel, legt eine Roulettekugel den ungleich vielfachen Weg im Kessel zurück, wie die Billardkugel am Billardtisch. Und wie schon gesagt kommt das Gewicht der Kugel hinzu. Beides, Umfang und Gewicht, addieren sich auf (also beides ungünstig für eine Beibehaltung des Dralls). So kann ich mir nicht vorstellen, dass der Roulettekugel ein noch messbarer oder sich auswirkender Drall anhaftet, wenn sie ihre Bahn am Kesselrand verlässt. Lediglich wird sie sich durch den Drall früher oder später lösen.

Gibt es da Messwerte darüber?


an Rennschnecke:
Generell gibt es doch nur Kräfte in Richtungen, die das Lösen der Kugel vom Kesselinnenrand bewirken.
Die Geschwindigkeit zieht sie nach außen, bis die soweit abgebaut ist, dass die Kugel den tiefsten Punkt im Kessel sucht (Zahlenkranz mit Fächern). So müsste es doch die immergleiche Geschwindigkeit sein, ab wann sich die Gravitation bemerkbar macht: und das ist eine bestimmte Geschwindigkeit. Oder nicht?

#1295 Michi O

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Geschrieben 11 June 2010 - 18:31

2. Auch beim Drall der Kugel ist es eine vom Croupier ausgehende Variable.

Deshalb unterstützt die Aussage vom Sachsen die These, dass es zwei Zufälle gibt. Den vom Croupier ausgehenden wie der wirft und den vom Spieler ausgehenden wo der setzt. Menschliche Initiative. Der Rest ist starre Physik.


Liege ich da falsch?



Michael

#1296 msoprofi

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Geschrieben 11 June 2010 - 20:28

Zitat:
So müsste es doch die immergleiche Geschwindigkeit sein, ab wann sich die Gravitation bemerkbar macht: und das ist eine bestimmte Geschwindigkeit. Oder nicht?

Erstmal zum Drall. Meiner Meinung nach kann der Groupier drallen wie er will, da sich der Drall während der ersten Umläufe ausgependelt (aufgerieben) hat. Zumal die Kugel anfangs an den oberen Totpunkt gepresst wird.

Zum Zitat.

Aufgrund von Masse - Trägheitsmomenten, versucht die Kugel die Richtung beizubehalten. (Wie ein drehendes Rad)
Somit wird sie nicht nur durch die Zentrifugal - Kraft oben gehalten, sondern auch durch Ihre Massenträgheit durch
Ihre relative Geschwindigkeit um sich selbst.

Gruß MsoProfi

#1297 ernesto2

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Geschrieben 12 June 2010 - 07:42

Was sagt denn unser Münchner Laborballistiker dazu?
Nostradamus müsste doch zur Geschwindigkeit der Kugel etwas sagen können. Diese Kameras, von denen er geschrieben hat, geben doch über so etwas sicher Aufschluss.

Ich kann mir schwer vorstellen, dass die Kugelgeschwindigkeit unterschiedlich ist, wenn es die Kugel ins Kesselinnere zieht.


E2

#1298 msoprofi

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Geschrieben 12 June 2010 - 14:43

Beitrag anzeigenernesto2 sagte am 12 Jun 2010, 08:42:

Was sagt denn unser Münchner Laborballistiker dazu?
Nostradamus müsste doch zur Geschwindigkeit der Kugel etwas sagen können. Diese Kameras, von denen er geschrieben hat, geben doch über so etwas sicher Aufschluss.

Ich kann mir schwer vorstellen, dass die Kugelgeschwindigkeit unterschiedlich ist, wenn es die Kugel ins Kesselinnere zieht.
E2

Halt mir bloß diesen durchgeknalllten Nosti vom Hals .....

Wir haben es mit 2 Geschwindigkeiten zu tuen.

1. Die Kugelumlaufgeschwindigkeit um das Zentrum des Kessels.
2. Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Kugel um die eigene Achse.

Ersteres bewirkt die Zentrifugalkraft.
Zweiteres bewirkt die Massenträgheit (Das Bestreben die Richtung und Geschwindigkeit beizubehalten).

Wenn die Summe beider Kräfte geringer wird als die Erdbeschleunigung,
verläßt sie den oberen Totpunkt des Kessels.

Gruß MsoProfi

Bearbeitet von msoprofi, 12 June 2010 - 19:27.


#1299 nostradamus1500

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Geschrieben 12 June 2010 - 19:31

Beitrag anzeigenernesto2 sagte am 12 Jun 2010, 08:42:

Was sagt denn unser Münchner Laborballistiker dazu?
Nostradamus müsste doch zur Geschwindigkeit der Kugel etwas sagen können. Diese Kameras, von denen er geschrieben hat, geben doch über so etwas sicher Aufschluss.
Ich kann mir schwer vorstellen, dass die Kugelgeschwindigkeit unterschiedlich ist, wenn es die Kugel ins Kesselinnere zieht.
E2

Hallo Ernesto

Bei einem Kessel ohne Schräge(!!!LAUFRINNE ist relevant!!!), ist die Geschwindigkeit der Kugel, logarithmisch regressiv.
Bei einem Kessel ohne Schräge!!!, ist die STRECKE der letzten 8 Sekunden, eine Konstante.
Bei einem Kessel ohne Schräge!!! ist die Geschwindigkeit der Kugel beim verlassen der Laufrinne, Masse bezogen gleich.
--------------------------------------------------------------------------------------------
DRALL/EFFETS
Übertragen sich NICHT vom Abwurf bis zur Kollision.
ABER
Abhängig von der Kollision ART Einzel/Mehrfach
Abhängig von dem Kollision Ort auf der Raute... FLÄCHEN/SPITZEN
können Effets, (Drehen um die eigene Achse) NACH der Kollision entstehen, deren Streuweite NICHT berechenbar/definierbar sind.
--------------------------------------------------------------------------------------------

LG
nostradamus1500

#1300 brennos

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Geschrieben 12 June 2010 - 20:05

Zitat

Ich kann mir schwer vorstellen, dass die Kugelgeschwindigkeit unterschiedlich ist, wenn es die Kugel ins Kesselinnere zieht.

Je nach Gefälle beschleunigt die Kugel,mehr oder weniger und geht von einer
Kreisbahn in eine Elliptische Bahn über.
Meines erachtens beim KG für den Gegenübereffekt mitverantwortlich.

Gruß
Brennos

#1301 ruckzuckzock

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Geschrieben 13 June 2010 - 04:51

Beitrag anzeigenrotationsrunner sagte am 11 Jun 2010, 10:58:

Zwei Zufälle.
Ich verstehe den oben geschilderten Umstand anders.
Der eine Zufall wird nicht vom Kessel produziert.
Den produziert ausschliesslich der Croupier. Es sind die Bruchteile von Millimetern, die eine Kugel höher oder tiefer im Gefälle des Kessels auf die Raute prallt und abgelenkt wird.

Eingefügtes Bild Runner


Also Runnerchen,

für mich ist der Fall völlig klar.

Hier steht ein Zufallsgenerator.
Das ist der Kessel und die dazugehörige Kugel.

Wer ihn in Betrieb setzt, ist mir völlig wurscht ... könnte die Putzfrau sein, oder jeder der beteiligten Spieler.
Auf Dauer werden sich die Eigenschaften, dieser Kombination durchsetzen.
Das ist Fakt ... aus!

Jeder der Werfer, kann von mir aus, vorher Samba tanzen, die Bibel lesen oder eine Runde vögeln gehen.
Das interessiert doch nicht die Bohne.

Auf Dauer bekommt dieser Typ, kein anderes Ergebnis hin, wie es die Gegebenheiten zulassen!


Die Wurfweitenspezies glauben an Croupiers.
Logisch wenns funktioniert, dann nur so.

Das Problem ist nur ... es funktioniert nicht.

Also was nun?
Glauben wir nun immernoch an den Croupier als Zufallsgenerator ...
oder akzeptieren wir die Tatsache, dass er lediglich Erfüllungsgehilfe des Veranstalters ist?


Diesen Quark mit dem Zufall der vom Spieler ausgeht, kann ich garnicht ernstnehmen.
Was soll das?
Bei 57 verschiedenen Spielern, hätten wir genauso viele Zufälle.
Ob die es schaffen, ihr Ergebnis mit dem tatsächlichen Ergebnis zu synchronisieren, beeinflusst das Geschehen in keiner Weise.



Ruckzuckzock

Bearbeitet von ruckzuckzock, 13 June 2010 - 11:48.


#1302 sachse

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Geschrieben 14 June 2010 - 09:10

Beitrag anzeigenMichi O sagte am 11 Jun 2010, 18:27:

an Sachse:
(zu 1.)
Wenn also der Croupier die Kugel so richtig zwischen den Fingrn zwirbelt hat die immer noch einen Drall nach sechs sieben Umdrehungen im Kessel?
Kann ich kaum glauben.
In alten Beitraegen von mir habe ich auch behauptet, dass der Kessel mit seinen Eigenschaften der Kugel seine Bedingungen aufzwingt.
Das musste ich revidieren, seitdem ich keine Franzosen sondern nur noch Amimodelle bespiele.
Da gibt es bei 20 und mehr Runden Dealer, bei denen kann ich gleich Pause machen. Da es immer die gleichen Leute sind,
kann es nur an deren Wurftechnik liegen. Ob das auch bei 100%ig gereinigten Kesseln so ist, kann ich nicht sagen,
weil ich derartiges z.Z. nicht vorfinde.

sachse

#1303 sachse

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Geschrieben 14 June 2010 - 09:20

Noch etwas:
Beim Amikessel laeuft die Kugel anders als beim Franzosen.
Der Franzose hat meist 2 Beruerungspunkte.
Der Boden der Laufrinne und von schraeg oben ein 2. Punkt.
Im Ami gibt es den Boden und dazu eine Art Wand, an der die Kugel hoch und runter pendelt.
Ausserdem verlaesst die Kugel imn JEDEM Modell staendig(auch bei hohem Anpressdruck) die Laufrinne,
um dann wieder zurueck zu knallen und sich wieder abzuloesen.
Das hat der Meister mit der vielen Technik noch nicht gesehen?
Man braucht nur eine gute Kamera und eine schwarz-weisse Kugel.
Dafuer habe ich mir vor 30 Jahren eine Zeitlupenkamera geliehen.
Wer genau beobachtet, kann es im Casino mit blossem Auge sehen.

sachse

#1304 maybe

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Geschrieben 14 June 2010 - 15:25

Beitrag anzeigensachse sagte am 14 Jun 2010, 10:10:

In alten Beitraegen von mir habe ich auch behauptet, dass der Kessel mit seinen Eigenschaften der Kugel seine Bedingungen aufzwingt.
Das musste ich revidieren, seitdem ich keine Franzosen sondern nur noch Amimodelle bespiele.
Da gibt es bei 20 und mehr Runden Dealer, bei denen kann ich gleich Pause machen. Da es immer die gleichen Leute sind,
kann es nur an deren Wurftechnik liegen. .
Ob das auch bei 100%ig gereinigten Kesseln so ist, kann ich nicht sagen,
weil ich derartiges z.Z. nicht vorfinde.

sachse


ich habe ähnliche erfahrungen gemacht wobei ich feststellte das der dealer es nicht bewußt macht.
sondern er sich nur eine " blöde " geschwindigkeit ( kessel - kugel ) angewöhnt und dadurch z.b fast nur querrauten trifft, oder vermehrt kranzroller verursacht.
in diesen fall ist der dealer eigentlich nur indirekt schuld, aber trotzdem nicht bespielbar.

maybe

ps. es gibt natürlich auch dealer die effekte auch bewußt verursachen.

Bearbeitet von maybe, 14 June 2010 - 15:29.


#1305 Spielkamerad

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Geschrieben 15 June 2010 - 13:55

Beitrag anzeigenmaybe sagte am 14 Jun 2010, 16:25:

ich habe ähnliche erfahrungen gemacht wobei ich feststellte das der dealer es nicht bewußt macht.
sondern er sich nur eine " blöde " geschwindigkeit ( kessel - kugel ) angewöhnt und dadurch z.b fast nur querrauten trifft, oder vermehrt kranzroller verursacht.
in diesen fall ist der dealer eigentlich nur indirekt schuld, aber trotzdem nicht bespielbar.

maybe

ps. es gibt natürlich auch dealer die effekte auch bewußt verursachen.


hallo maybe,

ich schliesse mich dem, im großen und ganzen an. dealer mit gewissem spin, sind nicht zu spielen, da das verhalten der kugel, wirklich nicht zu berechnen ist.
der drall lässt plötzlich die unmöglichsten situationen entstehen, mit denen man nichts mehr anfangen kann. allerdings ist es auch eher kugelabhängig. kleine kunststoffkugeln(kkk) reagieren schlimmer als große(gkk). in meinem casino gibt es nur eine person, bei der ich gleich pause machen kann. gkk beruhigen sich häufig noch, selbst wenn sie anfangs extremen drall haben. kkk dagegen machen gleich paar runden weniger. zum glück muss man nicht mehr über elfenbeinkugeln reden. da gab es zeiten, wo nur 2-3 croupiers ruhe reinbekamen.

aber deinem ps: stimme ich nicht zu. was für effekte soll ein dealer bewußt verursachen? ich denke, es liegt mehr oder weniger an der ausbildung. der eine kann werfen, der andere hat seine probleme damit. es macht ja auch keinen sinn. oder?


gruss spielkamerad!





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