@ Sachse
sachse sagte am 23 Aug 2009, 18:50:
Oder anders:
Wer ohne sie spielt, hat keine Chance!
(zumindest dies müsstest Du ja bestätigen)
Und nun zu Deiner Frage:
sachse sagte am 23 Aug 2009, 17:11:
Vermutlich nichts und damit hat sich das als Argument für mich auch erledigt.
Das klingt jetzt alles aggressiver, als es gemeint ist,
aber stelle Dir einfach vor, wir würden persönlich hitzig miteinander diskutieren..."
Nichts ist einfacher als das.
Meinen nicht unerheblichen Kapitalstart als Einzelspieler
habe ich mir als Teammitglied der Liga finanziert.
Von meinem anschliessenden Spiel habe ich alle Überseeaktivitäten
(das war in den 70iger-Jahren ein unerhörter Luxus!) finanziert.
Drei Studien, eine Eigentumswohnung, gepachtete Häuser,
und mehrere Kapitalgesellschaften und Verlagsprojekte.
Gelebt habe ich auch nicht schlecht, versteht sich.
In meiner Zeit in Hamburg verblieben mir davon etwas über 750.000 (damals noch Mark),
als ich allmählich mehr und mehr nach Berlin überwechselte.
Zunächst mit monatlichen Aufenthalten, später durch die Verlagerung meines Firmensitzes dort hin.
In Hamburg und in Berlin spielte ich größtenteils mit Assistentinnen,
die zunächst im Interconti, bei meiner Übersiedlung nach Berlin am Potsdamer Platz für mich arbeiteten.
Die Satzhilfe war notwendig geworden, weil ich dem Breitbandspiel körperlich nicht mehr standhielt.
Nur wusste ich nicht, dass ich schon 25 Jahre einen schweren Herzschaden hatte.
Die Firmen in Bremen, in Hamburg und in Berlin hatte ich verloren.
Verschiedene Gründe.
Sie alle hatte ich mit Roulettegeldern aufgebaut,
ebenso, wie den Großteil der in meinem Profil aufgeführten Unternehmungen.
In Berlin konnte ich auf Grund der politischen Veränderungen meinen bereits fertig aufgebauten Ausbildungsbetrieb
auf Grund der zwischenzeitlich gesetzlich verschärften Bedingungen nicht mehr ausüben.
Es war die Zeit, in der mein "...Nomadenleben..." exzessierte.
In Berlin wurde mir zudem ein enormer Leistungsabfall bewusst.
Konzentrationsschwächen, Fehleinschätzung an den Tischen, gesundheitliche Schwierigkeiten.
Das Breitbandspiel war ich gezwungen aufzugeben und ich wechselte zu anderen Satztechniken,
die mich körperlich weniger beanspruchten, schliesslich zum schwerpunktmäßigen Kesselspiel.
Immerhin hatten mich die Teamspielerinnen einen Hunderter pro Tag gekostet,
zzgl. der Verpflegung und Hotel/Transport bei Spielen in auswärtigen Banken.
Das Geld musste Tag für Tag immer wieder 'reingeholt werden (=Dauergewinn, wie Du immer so schön sagst, Sachse)
Ich spielte dann neben Berlin wieder mehr im Ausland - bis ich in Potsdam heimisch wurde, weil es mir immer schlechter ging.
Da zweigte nur noch zwischen 1.000 und 10.000 € von meinem Kapital für die Investition an den Tischen ab;
mir ging es also nicht mehr so gut, wie vorher.
In Potsdam versuchte ich, andere, alte Spielweisen der Liga
vom seinerzeitigen Teamspiel auf das Singlespiel umzukonfigurieren,
was mir teilweise gelang, teilweise nicht.
Der Rest ist bekannt.
Sechs Operationen habe ich über mich ergehen lassen müssen,
die teuerste 25.000 € und Rehabilitationsaufenthalte und Kuren.
Ich war nicht krankenversichert.
Ende 2006 das endgültige "...Aus..."
Wie du immer sagst, Sachse:
Wer ein gewinnorientiertes Spiel spielt, schreibt nicht hier im Forum,
der spielt an den Tischen und verdient Geld, statt seine Kenntnisse hier zum Besten zu geben.
Deshalb habe ich trotz meiner langjährigen Zugehörigkeit zu diesem Forum bis 2006 nix geschrieben hier
(Die Rückschlüsse auf diese Info kann ja jeder selber ziehen).
Fazit:
Immerhin habe ich bis heute eine Erbschaftsschuld in Höhe von über 350.000 € abgetragen,
den Zusammenbruch eines Familienunternehmens verkraftet,
20 Firmen installiert (leider schlecht geführt), studiert, gereist,
ein insgesamt gutes Leben geführt (natürlich auch mit Tiefpunkten, wie das bei jedem so ist)
und nach meinem dritten Herzinarkt habe ich zumindest alle Krankenhausrechnungen bezahlt.
Mehr davon wollte ich vor drei Jahren mit meinem Ruhestand vom professionellen Spiel
in dem Thread Berufsspieler - eine zweifelhafte Karriere — Leben auf der Überholspur
diesem Forum beisteuern; das ist ja letztlich auch an Dir gescheitert, Sachse.
Das mag somit an dieser Stelle, an die es eigentlich nicht gehört, über mein Privatleben genügen.
Immerhin lesen genügend Leute von früher in meinen Threads,
die sich sehr schnell hier zu Wort melden, wenn es nicht stimmen würde.
Sicher habe ich auch noch offene Posten, die privat geregelt sind,
die aber in keiner Relation zu einem insgesamt gesehenen Millionengewinn stehen.
Dass es in den letzten Jahren bergab ging, hat nun wahrlich nichts mit meiner Roulettekarriere zu tun.
Einiges habt ihr alle ja davon hier im Forum mitbekommen
- und Paroli kennt meine Situation definitiv.
Er würde sicherlich nicht hinter mir stehen, wenn er von meiner Korrekheit nicht überzeugt wäre.
Zur Zeit legen mir Gläubiger, die sich ein Vierteljahrhundert (!) nicht an mich gewendet haben,
vollstreckbare Titel aus der Erbschaft vor; ich habe es also momentan nicht leicht
Insofern kann ich dir versichern:
Ich vermisse ich nichts mehr, als meinen Job in den Spielsälen,
den ich meistenteils gut gemacht habe.
Gerade jetzt könnte ich ihn gut gebrauchen.
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