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amüsant: Schweinebratenrezepte für Herzkranke


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#61 vollekorn

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Geschrieben 08 December 2010 - 09:11

Die Entdeckung der Currywurst
Heute in den ARD 20:15 :topp:

Ein nicht mehr ganz junger Mann fährt nach Hamburg, der Stadt seiner Kindheit. Dort besucht er siebenmal Frau Brücker, die ehemalige Besitzerin einer Imbissbude, im Altenwohnheim und lässt sich von ihr eine längere Episode ihres Lebens erzählen.

Ausführlich werden die letzten Kriegstage ab dem 29. April 1945 und die zeitgeschichtlich geprägten privaten Erlebnisse der zu diesem Zeitpunkt 43-jährigen Frau geschildert:

Bei einem Kinobesuch lernt Frau Brücker den Bootsmann Bremer kennen, sucht zusammen mit ihm in einem Luftschutzkeller Schutz und nimmt ihn nach der Entwarnung mit zu sich nach Hause, wo er auch bleibt – als Fahnenflüchtiger. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder, 16 und 20 Jahre alt, er ist verheiratet und hat ein neugeborenes Kind. Diese Tatsachen verschweigt er ihr allerdings, was sie später immer wieder als Ausflucht dafür benutzen wird, ihm ihrerseits das Kriegsende verschwiegen zu haben. Bremer versteckt sich in Lena Brückers Wohnung. An den Abenden und nachts widmen sie sich ihrer Liebe. Obwohl Bremer vom Fenster aus den Einmarsch der Engländer sehen kann, dichtet er sich eine Wunschwelt, in der die Engländer mit den Deutschen gemeinsam gegen die Russen ziehen. Zu Bremers Konstrukt muss Lena Brücker nur einige „Notlügen“ beisteuern.

Als Lena Brücker dann Bilder vom Massenmord an den Juden in der Zeitung sieht und dies Bremer etwas verändert erzählt, kann sie sich nicht zurückhalten. Sie schreit Bremer an und teilt ihm mit, dass der Krieg verloren ist. Später ist Bremer fort.

Nach dem Krieg muss Lena Brücker eine neue Methode zum Überleben finden, und im Zuge ihrer Anstrengungen und als Folge zahlreicher Verwicklungen und mehr oder weniger wahrscheinlicher Zufälle wird sie schließlich die Currywurst erfinden.

In der Novelle werden die großen politischen Ereignisse geschickt mit den privaten Beweggründen der Protagonisten verbunden. Die im Krieg selbstständig gewordene Frau nimmt ihren zurückkehrenden Ehemann zwar zunächst wieder in die Wohn- und Lebensgemeinschaft auf, wirft ihn aber bald hinaus und schlägt sich weiter zusammen mit ihren Kindern, aber ohne Ehemann durchs Leben. In leisen Tönen wird beschrieben, dass diese Zeit nicht unbedingt ein Wiederaufbau sein musste, sondern dass auch neue soziale Strukturen entstanden. Ob die Entdeckung der Currywurst nun tatsächlich wie beschrieben stattfand, ist dabei eher nebensächlich. Frau Brückers private Handlungsweisen allerdings sind mindestens genauso spektakulär wie die Entdeckung oder Erfindung des beliebten Imbisses.

(wikipedia)

:D

Bearbeitet von vollekorn, 08 December 2010 - 09:14.






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